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#89: Die Steuerliche Forschungszulage – Ein Blick zurück!

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Viele mittelständische Unternehmen investieren seit Jahren in Innovation – ohne zu wissen, dass sie sich einen erheblichen Teil dieser Aufwände rückwirkend sichern können. Die Steuerliche Forschungszulage ist eine der wenigen Fördermöglichkeiten, die nicht vor Projektstart beantragt werden muss. Sie setzt dort an, wo unternehmerischer Mut bereits bewiesen wurde: bei internen Entwicklungsprojekten mit echtem Risiko.

Gerade für Unternehmen, die nicht auf Förderbescheide warten können oder wollen, eröffnet sich hier ein strategischer Hebel mit substanzieller Wirkung.

#1 Das Wichtigste in Kürze

  • Die Steuerliche Forschungszulage wirkt rückwirkend bis zu vier Jahre und kann zusätzlich für laufende und geplante Projekte genutzt werden.
  • Sie ist nicht auf KMU beschränkt, sondern auch für große Unternehmen zugänglich.
  • Personalkosten interner Innovationsprojekte werden bis 2024 mit 25 %, ab 2025 mit 35 % gefördert.
  • Externe Projektkosten werden bis 2024 mit 15 %, ab 2025 mit 17,5 % gefördert.
  • Die maximale Förderung kann – je nach Projektvolumen – mehrere Millionen Euro betragen.

#2 Innovation beginnt mit unternehmerischem Risiko

Viele Innovationen entstehen nicht im Labor einer Forschungseinrichtung, sondern mitten im Unternehmen: Eine neue Softwarearchitektur, eine Maschinenentwicklung, eine Plattformlösung oder eine völlig neue Fertigungsmethode.

Typisch ist dabei das unternehmerische Risiko. Banken reagieren bei solchen Vorhaben oft zurückhaltend. „Wer weiß, ob das funktioniert?“ – genau diese Unsicherheit macht jedoch den Kern echter Innovation aus.

Wenn Sie mit Ihrem Team bewusst Neuland betreten, eine technische Lösung entwickeln, die es so noch nicht gibt, oder eine Plattform schaffen, aus der später neue Produkte entstehen, bewegen Sie sich bereits im förderfähigen Bereich.

Wichtig ist dabei: Ein klassisches Eins-zu-eins-Kundenprojekt mit klar definiertem Lastenheft gilt in der Regel nicht als Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Entscheidend ist die eigenständige, ergebnisoffene Entwicklung mit technischem Risiko.

#3 Rückblicken lohnt sich: Vier Jahre Potenzial prüfen

Der besondere Vorteil der Steuerlichen Forschungszulage liegt im Rückblick. Sie können Innovationsprojekte der letzten vier Jahre prüfen – ebenso wie laufende oder geplante Vorhaben.

Das bedeutet konkret: Projekte aus 2022, 2023, 2024 und 2025 können ebenso berücksichtigt werden wie Entwicklungen, die Sie bis 2028 planen.

Gerade im Mittelstand schlummern hier häufig ungenutzte Potenziale. Entwicklungsleistungen wurden erbracht, Ingenieure, Informatiker oder Konstrukteure haben neue Lösungen geschaffen – ohne dass je ein Förderantrag gestellt wurde.

#4 Welche Kosten werden gefördert?

Im Fokus stehen vor allem zwei Kostenarten:

1. Personalkosten interner Mitarbeiter
Bis 2024 beträgt die Förderquote 25 %, ab 2025 steigt sie auf 35 %.
Gerade dieser Punkt macht die Zulage besonders attraktiv für Unternehmen mit eigenem Entwicklungsteam.

2. Externe Aufwendungen
Freelancer, externe Konstruktionen oder bestimmte projektbezogene Fremdleistungen werden bis 2024 mit 15 % und ab 2025 mit 17,5 % gefördert.

Mit einer Förderquote von 35 % auf Personalkosten bewegen Sie sich auf einem Niveau, das sonst häufig klassischen Forschungsprojekten vorbehalten ist – allerdings ohne die Notwendigkeit, vor Projektbeginn einen Antrag zu stellen oder eine Forschungseinrichtung einzubinden.

#5 Ein Rechenbeispiel aus der Praxis

Angenommen, Sie beschäftigen zwei innovative Fachkräfte mit einem Bruttojahresgehalt von jeweils rund 60.000 Euro. Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Projektanteile entstehen schnell Personalkosten von etwa 100.000 Euro pro Jahr.

Über einen Zeitraum von sechs Jahren – vier Jahre rückwirkend, zwei Jahre perspektivisch – summiert sich das auf 600.000 Euro.

Bei einer Förderquote von rund 30 % ergibt sich daraus ein erhebliches Fördervolumen. Und dabei sind externe Kosten noch nicht berücksichtigt.

Das zeigt: Selbst bei überschaubaren Teams entsteht schnell ein relevanter finanzieller Hebel.

#6 Warum gerade der Mittelstand profitieren kann

Große Unternehmen haben diese Förderung häufig bereits strategisch integriert. Im Mittelstand hingegen fehlt oft die Transparenz oder die Zeit, sich intensiv mit Förderinstrumenten auseinanderzusetzen.

Dabei passt die Steuerliche Forschungszulage ideal zu mittelständischen Innovationsprozessen:

  • Sie können sofort starten.
  • Sie bleiben unabhängig.
  • Sie arbeiten ohne zusätzliche Projektpartner.
  • Sie sichern sich im Nachgang einen substanziellen finanziellen Vorteil.

Innovation wird damit nicht nur strategisch, sondern auch bilanziell attraktiv.

#7 Konkrete erste Schritte

Bevor Sie komplexe Prüfungen starten, reicht eine pragmatische Vorbereitung:

  1. Erstellen Sie eine Übersicht der Jahre 2022 bis 2028.
  2. Erfassen Sie pro Jahr die Personalkosten Ihrer Innovationsprojekte.
  3. Listen Sie externe projektbezogene Ausgaben separat auf.
  4. Beschreiben Sie Ihr Innovationsprojekt in fünf bis sechs klaren Stichpunkten: Ziel, technisches Risiko, Neuheitsgrad, Lösungsweg.

Mit dieser strukturierten Grundlage lässt sich schnell einschätzen, welches Förderpotenzial realistisch ist.

#8 Fazit: Nutzen Sie Ihr Innovationspotenzial strategisch

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Innovation betreiben, tragen Sie bereits das Risiko – und verdienen die entsprechende Förderung. Die Steuerliche Forschungszulage belohnt unternehmerischen Mut im Nachhinein.

Prüfen Sie systematisch Ihre Projekte der letzten Jahre, schaffen Sie Transparenz über Ihre Entwicklungsleistungen und kalkulieren Sie Ihr Potenzial. Wer Innovation strategisch plant und förderrechtlich sauber dokumentiert, stärkt nicht nur seine Liquidität, sondern auch seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Ihre Innovationsprojekte strukturiert zu analysieren und das volle Förderpotenzial auszuschöpfen.

#TheYellowShoes

Mein Name ist Prof. Dr. Markus Haid und als Digitalisierungsexperte begleite ich Unternehmen auf Ihrem Weg in die Digitalisierung.

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